DSIP: Delta-Schlaf-induzierendes Peptid

Neun-AS-Peptid, 1977 aus Kaninchenblut während Tiefschlaf isoliert.

👥 Studien am Menschen

Vollständiger Name
Delta sleep-inducing peptide (DSIP)
Klasse
Nonapeptid
Halbwertszeit
Kurz
Route
IV oder SC (Forschung)
Entwickler
Schoenenberger/Monnier (1970er)
Zulassungsstatus
Keine Zulassung

Was es ist

DSIP wurde in den 1970ern von Schoenenberger und Monnier aus Dialysaten schlafender Kaninchen isoliert. Moderne Evidenz: Neuromodulator für Schlaf, Stress, Opioidsystem.

Wie es wirkt

Rezeptor uncharakterisiert. Nagerstudien zeigen Modulation von CRH, Vasopressin, serotonerger und opioider Neurotransmission.

Kleine Humanstudien: reduzierte Einschlaflatenz, bessere Schlafqualität.

Was die Forschung zeigt

Evidenz aus kleinen Humanstudien der 1980er–90er.

Schneider-Helmert D (1985) — chronische Insomnie

Neuropsychobiology 1985;13:107–111. 👥 Studien am Menschen

16 Insomnie-Patienten erhielten DSIP IV.

Schlafeffizienz und subjektive Qualität verbesserten sich.

Einschränkungen: Klein, open-label.

Kästner P. et al. (1987) — Alkoholentzug

Alcohol Alcohol 1987;22:213–218. 👥 Studien am Menschen

DSIP reduzierte Entzugssymptome.

Interpretation: Stressachsen-Modulation.

Einschränkungen: Kleine Kohorte.

Sicherheit und Einschränkungen

Historisch minimale Nebenwirkungen. Keine großen modernen Daten.

Graumarkt variabel.

Quellen

  1. Schneider-Helmert D. Neuropsychobiology 1985;13:107–111. PubMed
  2. Graf M.V. Peptides 1986;7:1165–1187. PubMed

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