GHRP-6: Wachstumshormon-freisetzendes Peptid-6
Erstgenerations-Hexapeptid-Ghrelin-Mimetikum. Starker Hungereffekt neben GH-Freisetzung.
👥 Studien am Menschen
- Vollständiger Name
- GHRP-6
- Klasse
- Ghrelin-Rezeptor-Agonist — Peptid
- Halbwertszeit
- ~15–30 Min
- Route
- SC, intranasal
- Entwickler
- Akademisch (Bowers, 1980er)
- Zulassungsstatus
- Keine Zulassung; WADA-verboten
Was es ist
GHRP-6 war der erste synthetische Ghrelin-Rezeptor-Agonist (Bowers, 1980er) — vor Entdeckung des endogenen Ghrelin. Erzeugt GH-Puls und starkes Hungergefühl.
Wie es wirkt
GHS-R1a-Aktivierung auf Somatotrophen treibt GH-Sekretion. Parallel hypothalamische NPY/AgRP-Neuronen erhöhen Hunger — stärker als GHRP-2.
Mäßige Erhöhung von Prolaktin und ACTH/Kortisol. Synergie mit GHRH.
Was die Forschung zeigt
Historische pharmakodynamische Studien als Basis moderner GH-Sekretagoga.
Bowers CY et al. (1990) — erste humane GHRP-6 Studie
J Clin Endocrinol Metab 1990;70:975–982. 👥🐀 Mensch + Tier
Akute GHRP-6 IV: dosisabhängige GH-Pulse.
Klasse validierte nicht-GHRH/nicht-Somatostatin-Mechanismen.
Einschränkungen: Historisch.
Laferrère B. et al. (2005) — Appetiteffekt
J Clin Endocrinol Metab 2005;90:611–614. 👥 Studien am Menschen
Akute GHRP-6-Infusion erhöhte Nahrungsaufnahme signifikant.
Orexigener Effekt unterscheidet GHRP-6 von GHRP-2/Ipamorelin.
Einschränkungen: Akut; klein.
Sicherheit und Einschränkungen
Akut gut verträglich: Flushing, Hunger, milde Kortisol/Prolaktin-Anstiege. Chronische Sicherheit unklar.
Graumarkt variabel. WADA-verboten.